Rückgriff und Erkenntnis
In mehreren ersten Bearbeitungen wurde versucht, dem Wald durch digitale Netzstrukturen eine neue Form zu geben. Doch die Ergebnisse blieben hinter der Intention zurück. Zu starr, zu technisch, zu kontrolliert. Die Linien wirkten aufgesetzt, die Atmosphäre erstickt. Was fehlte, war die Bewegung – jenes innere Vibrieren, das ein Bild lebendig macht.
Der entscheidende Wendepunkt kam mit dem Rückgriff auf eine frühere Version: kühleres Dunkelgrün, leuchtende Linien, eine tanzende Struktur. Dieses Bild flirrte. Es schien nicht gemacht, sondern geschehen. Das Gespräch verschob sich: Weg vom Bild als Objekt, hin zum Bild als Zustand.
Diese Version wurde zum Referenzpunkt für die weitere Serie. Nicht weil sie perfekt war – sondern weil sie etwas enthielt, das sich nicht erzwingen lässt: Präsenz. Manchmal ist der erste Versuch der ehrlichste.
Flirrende Linien, Rückgriff als Wendepunkt – Bilder 07–09, 2025.



