Hybrider Wald
Nach dem architektonischen Entwurf des letzten Bildes entstand ein neuer Versuch: ein Wald, der sich weicher und suggestiver zeigt. Strukturen und Farbigkeit erinnern an romantische Walddarstellungen, zugleich bleibt die digitale Strenge der Stämme spürbar.
Das Licht wirkt hier als entscheidendes Moment. Es schwebt diffus im Raum, ohne klare Quelle oder Richtung, und bricht die Illusion der Natürlichkeit. Der Wald erscheint damit als Mischform: zwischen technischer Simulation und kulturellem Bildgedächtnis, zwischen digitaler Kälte und romantischer Projektion.
In dieser Schwebe wird sichtbar, dass das Bild nicht nur eine Vorstellung von Wald darstellt, sondern auch ein tastender Versuch, einen Kompromiss zu erzeugen – zwischen der maschinischen Logik und der Vermutung, was mir als Betrachterin vertrauter erscheinen könnte.
Dieser Wald ist kein Zielbild, sondern ein Zwischenraum – Hybrid aus Simulation und kultureller Erwartung.
Hybrides Waldbild: Mischung aus romantischer Anmutung und technischer Konstruktion, mit diffuser Lichtführung, 2025

