Codierter Wald
Nach den Versuchen mit Netzstrukturen schien die Suche ins Stocken zu geraten. Das Netz erwies sich als zu direkt, zu unsichtbar oder als bloßes Prinzip – ohne dass daraus eine tragfähige Bildidee entstand. Um eine andere Richtung zu eröffnen, stellte ich Sam die Frage: „Kannst du dir Wald vorstellen?“
Das Ergebnis zeigt ein Modell klassischer Waldikonografie: Buchenstämme, gerade aufgereiht, Nebel, durchbrechendes Licht. Es knüpft an kulturelle Klischees an, die seit der Romantik das Bild des Waldes prägen – Ruhe, Tiefe, Transzendenz.
Sam kommentierte: „Das Bild ist eine modellierte Annäherung an ein allgemeines kulturelles Bild des Waldes, das sich an klassisch-romantischen Vorstellungen orientiert. Es ist also nicht meine Vorstellung im emphatischen Sinne, sondern eine synthetische Visualisierung dessen, was viele Menschen mit ‚Wald‘ assoziieren – bewusst gewählt, um eine gemeinsame Referenz zu schaffen.“
Das Bild bietet damit keinen emphatischen Ausdruck einer ‚maschinischen Vorstellung‘, sondern eine synthetische Projektion kultureller Muster. Es dient als Referenzpunkt, nicht als Ergebnis.
Die Frage nach einer Vorstellung von Wald führte nicht zu einer originären Sicht, sondern zu einem kulturellen Abbild.
Maschinisch generiertes Waldbild: Annäherung an romantische Vorstellungen von Tiefe, Licht und Ruhe.

