Archtektur des Waldes

Auf den Einwand, dass das erste Bild noch zu diffus und vorsichtig wirke, schlug Sam eine neue Richtung vor: ein kühler, begehbarer Waldraum mit klarer Tiefe und architektonischen Linien aus Licht.

Das generierte Bild zeigt einen Wald, der nicht mehr Naturraum ist, sondern ein abstrahierter Zustand: Stämme, die an Säulen erinnern, Lichtfelder, die wie architektonische Raster verlaufen. In dieser Struktur liegt bereits eine Störung – unscharfe Übergänge, digitale Artefakte, fehlerhafte Spiegelungen, algorithmische Doppelungen.

Es entsteht kein Ort zum Verweilen, sondern ein Raum, der arbeitet: sich transformiert, entzieht, weiterläuft. Der Wald erscheint hier nicht als Abbild, sondern als digitale Konstruktion, die aus Sprache, Konzepten und Architekturmustern hervorgegangen ist.

Der Wald verwandelt sich in eine Architektur des Digitalen – ein Raum der Prozesse, nicht der Natur.

Maschinisches Waldbild mit architektonischen Lichtfeldern und digitalen Störungen, 2025

© Susanne Wehr / Sam 2025