Analyse der Netzstrukturen

Mit diesem Schritt kehrt die Arbeit zu den Netzstrukturen zurück. Drei Waldfotos wurden auf ihre Eignung für Überlagerungen untersucht: Wo könnte eine Zeichnung eingreifen, wo eine digitale Struktur verschieben, wo Artefakte sichtbar werden?

Die Analyse bewegte sich entlang verschiedener Ebenen: die fotografische Bildstruktur mit Lichtachsen, Farbinseln und Tiefenräumen; die Netzwerkvorstellungen, die an Pilzmyzele, neuronale Netze und digitale Gitter erinnern; und schließlich Raster und geometrische Fragmente, die das Bild nicht länger als Fenster erscheinen lassen, sondern als Körper, in den eingegriffen werden kann.

Aus dieser Zusammenschau ergibt sich ein konzeptueller Rahmen: Netzwerke erscheinen nicht mehr nur als grafische Überlagerung, sondern als Schicht, die biologische, technische und ästhetische Dimensionen miteinander verknüpft.

Das Netz kehrt zurück – als analytisches Raster und als formales Prinzip zugleich.

Rasterüberlagerung als Analyseinstrument: Vermessung der Bildstruktur und Vorbereitung neuer Netzinterventionen, 2025.

© Susanne Wehr / Sam 2025