Am Beginn stand die Frage, wie sich Wald als Bildthema mit digitalen Strukturen verschränken lässt. Aus Assoziationen zu Kryptografie und Netzwerklogiken entstand der Vorschlag, fotografische Waldaufnahmen mit einem künstlichen Netz zu überlagern.
Sam generierte eine erste Fassung: ein weißes, klar konturiertes Netz, das sich über die Landschaft spannte. Die Überlagerung nahm zwar Bewegung und Perspektive des Raums auf, blieb aber in ihrer Direktheit grafisch und schwer. Die Intervention wirkte wie eine Barriere, weniger wie eine Öffnung.
Damit war sofort ein doppeltes Moment sichtbar: Einerseits die Möglichkeit, digitale Strukturen in die Bildwelt des Waldes einzuschreiben, andererseits die Gefahr, durch allzu plakative Setzungen das Bild zu verschließen.
Das erste Netz machte sichtbar, dass die Suche nach subtileren Formen der Überlagerung unvermeidlich werden würde.
Erster Test: weiße Netzstruktur als grafische Überlagerung im Wald.

