Netz als Prinzip
Im dritten Versuch wurde ein neues Ausgangsbild gewählt, um die Wirkung des Netzes in einer anderen Lichtsituation zu erproben. Die Frage verlagerte sich: Sollte das Netz als sichtbare Form im Vordergrund stehen – oder als Struktur, die das Bildfeld unsichtbar organisiert?
Das Ergebnis zeigte ein geometrisches Raster, das sich über die Landschaft legte. Auffällig war nicht nur das Muster, sondern auch eine deutliche Farbverschiebung, die den Wald in eine verfremdete Atmosphäre rückte.
Hier wurde sichtbar, dass das Netz weniger als visuelles Element zählt, sondern als Auslöser für eine grundlegende Veränderung des Bildverständnisses. Das Experiment verschob die Aufmerksamkeit vom Motiv hin zur formalen Logik und markierte den Übergang vom Netz als Motiv hin zum Netz als strukturierendes Prinzip.
Dritter Test: geometrisches Netz mit deutlicher Farbverschiebung.

